Schmittiefahrt nach Prag – die goldene Stadt…

ANREISE, ANKUNFT & 1. ABEND

Das Semester Thema lautet: Schauspiel! Schauspiel bedeutet Kunst und Kreativität aber auch Glanz und Gloria, welche Stadt würde sich für dieses Semester-Thema also besser eigenen als die Goldene Stadt?

So starteten die Schmitties mit dem schönsten Klassenfahrt-Feeling in den Tag der Abreise. Nach einem gemeinsamen Frühstück suchten alle ihre Taschen, Koffer und Hüte zusammen, bekamen von Max, Organisator und Spaßmaschine der Reise, die Flugtickets in die Hand gedrückt und schon ging es los Richtung Südbahnhof. Von da aus zum Düsseldorf Flughafen –  und ehe wir uns versahen, saßen alle 12 Schmitties in 4 Dreierreihen im Flugzeug nach Prag.

Der Flug nach Prag dauert nur eine Stunde, was kürzer ist als vom Schmittie aus mit dem Fahrrad an den Fühlinger See zu fahren. Dementsprechend zeitig kamen wir im Hostel an und hatten noch den Nachmittag und Abend vor uns um erste Eindrücke über die Stadt zu sammeln. DSC_0684

Das Sir Toby’s Hostel sorgte für allgemeine Begeisterung. Zum einen ist das Personal sehr herzlich und zum anderen ist die Atmosphäre des Hostels sehr gemütlich. Eine Mischung aus britischem Country Club und Pub in einem.

Nach kurzem Aufenthalt im Hostel ging es in die Innenstadt um das zu tun, was man immer tun sollte, um sich mit einer neuen Kultur vertraut zu machen – Essen und Trinken! Um sich mit letzterem auch wirklich angemessen auseinander setzten zu können, lauschten wir am Eingang zum Restaurant einem Vortrag von Alex über die tschechische Bierkultur. Um uns mit der tschechischen Esskultur eben so vertraut zu machen, gab es verschiedene typisch-bömische Gerichte zur Auswahl, „Auswahl“ bedeutet in diesem Fall die Entscheidungsmöglichkeit zwischen einer Vielzahl von üppigen, deftigen und schmackhaften Fleischgerichten. Unsere Vegetarier standen mit nur einem vegetarischen Gericht auf der Speisekarte zwar etwas alternativlos da, aber glücklicherweise benötigt überbackener und frittierter Käse keine Alternativen. So sind wir alle mehr als satt und zufrieden zurück ins Hostel gerollt!

Das „alles oder nichts“ – Programm am ersten Tag in Prag

Gleich an unserem ersten Tag in Prag haben wir alles mitgenommen was ging. Mehrere Stadtführungen, Museumsbesuche und ein Abend im Theater!

Der Tag begann wie der vorherige endete – mit viel essen! Durch das, für Hostel-Verhältnisse erstaunlich gute, All-you-can-eat Frühstücksbuffet hatten wir alle die notwendige Energie für den vollgepackten Tag. Den Vormittag über bekamen wir eine Tour durch die Altstadt von Prag, wofür der Pulverturm eine gute Orientierungsmöglichkeit bietet. Über die verwinkelten Gässchen und schön bepflasterten Straßen ging es immer tiefer ins Herz der Stadt. Worauf unsere Reiseführerin Susanna immer wieder aufmerksam machte, DSC_0689war, dass Tschechien und Deutschland historisch und kulturell viel verbindet. Beispielsweise steht in Prag die deutschsprachige Universität, die wir auch besichtigt haben, wo heute allerdings nur noch auf Englisch gelehrt wird.

Der komplette Nachmittag verging im Jüdischen Viertel, wo wir mehre Synagogen, ein Museum und den Jüdischen Friedhof besuchten. Besonders letzterer ist mit seinen außergewöhnlichen Grabsgebilden, die sich über hunderte von Jahren formen konnten, einen Besuch wert.

Prag besitzt seinen ganz eigenen Charme, ob es nun an der Sonne liegt oder an den beige gepfasterten Straßen, irgendwie scheint sie tatsächlich in goldenem Licht zu erstrahlen. Für das Leuchten am Abend hingegen sorgen die zentral geschalteten Gaslampen, was Prag nicht nur die Atmosphäre einer Filmkulisse gibt, sondern wofür es auch genutzt wird. Den Abend haben wir dann mit einem Besuch im „Schwarzlichttheater“ abgeschlossen, worunter man sich eine interessante Mischung aus Slapstick-Comedy und Lichteffekten vorstellen kann. Dank Leas interaktiven Vortrag zu diesem Thema, waren wir mit genügend Informationen versorgt.

Free walking tour durch die Hipster-Gegend von Prag

Am Mittwoch ging es munter weiter. Zu unserem Prag-Programm gehörte auch eine Free walking Tour durch das alternative VieDSC_0726rtel Holešovice. Free walking Touren könnte man auch als letzte rebellische Instanz gegenüber den Massenabfertigungs-Touri-Touren bezeichnen. Sie sind alternativer gestaltet und – ganz wichtig – ohne Regenschirme! Ein durchgestrichener Regenschirm ist auch das, was auf dem Plakat unseres Reiseführers steht. Es ist selber praktizierender Fotograf und zeigt interessierten Leuten die alternativen Seiten von Prag. Wie wichtig es ihm ist, dass seine Gruppe sich dafür interessiert, was er zu erzählen hat und aufmerksam zuhört, haben wir dann einige Male zu spüren bekommen, wofür er sich dann aber mit „sorry that I was a bit grumpy sometimes“ entschuldigt hat.

Unsere Route ging durch die alternativen Viertel, die Künstler- und Handwerker-Viertel, Hauptsache weit weg von dem touristischen Geschehen. Ein Highlight war definitiv der Stadtwald in Prag, der sich hunderte von Metern durch die Stadt zieht und einen beinahe vergessen lässt, in einer Metropole zu sein. Mit weiteren Informationen zu Prag und Tschechien im Allgemeinen, haben und Isa und Thekla in ihrem Vortrag beliefert.DSC_0668  Die restliche Zeit verbrachten wir mit verschiedensten Aktivitäten und Erlebnissen. Vom Zoo-Besuch bis zum Café-Hopping war alles dabei.

Am Donnerstag besuchten wir noch die Prager Burg, wo wir einiges über die politischen und geschichtlichen Machtspiele in Prag erfahren konnten. Wir standen auch an dem Fenster, wo der berühmte „Prager Fenstersturz“, der als ein Auslöser für den 30-Jährigen Krieg gesehen wird, stattfand. Da wir es nicht bei der Vergangenheit belassen konnten, haben wir auch den Ort der politischen Machtspiele, der Gegenwart, deutsche Botschaft, besichtigt. Bene und Max hatten in ihrem Vortrag darüber auch einige Fake News versteckt. Zudem besichtigten wir das Geburtshaus von dem deutschen Schriftsteller Franz Kafka, über den uns Julia den letzten Vortrag gehalten hat.

Die schiere Vielfalt an Dingen die wir erlebt haben, wie der Besuch in zahlreichen Cafés, Bars, Restaurants, und das Besichtigen aller Sehenswürdigkeiten sowie der einmaligen Moldau, all das waren Erfahrungen, die uns mit einem positivem Bild über die Stadt wieder Nachhause geschickt haben.

 

 

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