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Hoch im Norden an der Elbe – Ein Reisebericht aus Hamburg

Endlich war es wieder soweit, Schmittiefahrt! Dieses Semester ging es unter der Leitung von Hausprecherin Ahrabhi und Heimleiter Marcel über das letzte November-Wochenende nach Hamburg.

Das Programm in Hamburg war eng mit unserem Semesterthema „Neue Medien“ verknüpft.
Am Freitag Vormittag ging es hinein in den wunderschönen Hafen der Hansestadt und hoch hinaus auf die Plaza der neu eröffneten Elbphilarmonie. Es war zwar typisches hamburger „Schmuddelwetter“,  trotzdem konnte man den Hafen und die Skyline der Stadt erblicken. Anschließend spazierten wir durch die moderne Hafencity und gelangten schließlich zu dem Gebäude der „Zeit“, wo wir ein Treffen bei der Redaktion gebucht hatten.
Zunächst wurde uns von einer Projektleiterin das Unternehmen an sich vorgestellt, wir erfuhren mehr über die verschiedenen Ressorts und Events, welche von der „Zeit“ veranstaltet und geführt werden. Schließlich hatten wir noch das Glück, für zwei Stunden mit dem Redakteur Felix Dachsel diskutieren zu können, der hauptsächlich für Ressort „Z“ tätig ist. Dieser erzählte uns über seine Tätigkeit als solche, den Journalismus im Allgemeinen und  kritischen Umgang mit und die Rezeption von Medien. Zudem sei er sehr zufrieden mit seinem Job und würde auch die Entwicklung der Digitalisierung und der Bewegung weg von Printmedien optimistisch entgegensehen. Es war eine angeregte, und bewegte Diskussion, die für alle Teilnehmenden bereichernd war.
Abends tranken wir gemeinsam Glühwein und fielen nach einer kleinen Kneipentour in der Sternschanze in unsere gemütlichen Hostelbetten.
Samstag war zunächst ein Treffen mit einer Projektleiterein des „DIVSI“ (Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im  Internet) auf der Agenda vorgesehen. Bei einem gemütlichen Empfang in dem Institut erhielten wir einen interessanten Einblick in die Arbeit und Forschungsergebnisse des Instituts und führten erneut eine angeregte Diskussion, diesmal mit dem Schwerpunkt auf der Sicherheit und Stabilität der Internet-Infrastruktur, die Chancen und Risiken von Überwachung sowie über den Einfluss von Großkonzernen auf die Privatsphäre der Bürger.
Am Nachmittag wurden wir durch die Sternschanze geführt und bekamen einen Eindruck von der enormen Masse an Streetart in Hamburg, die in den verwinkelten Straßen in Teilen der Stadt eine enorme Dichte und Vielfältigkeit ausstrahlt. In Hamburg wird diese Form der Kunst verstärkt als Protest gegen Gentrifizierung und gegen die Macht von Staat und Wirtschaft genutzt.
Im Anschluss besuchten wir die Eltern von Max, die in Hamburg wohnen, auf eine Runde Kaffee und Kuchen. Der Abend wurde auch ein voller Erfolg, in Hamburg kann man schließlich eine Menge unternehmen. So bildeten sich nach dem essen einige Gruppen, die wieder in Bars zogen, während andere einfach noch ein bisschen durch die Stadt schlenderten.
Bevor wir am Sonntag wieder ins geliebte Köln aufbrachen, besuchten wir noch im Museum für Kunst und Gewerbe die Austellung „Game Masters“, die verschiedene Generationen und Entwicklungen von der Welt der Computerspiele und Konsolen zeigte. Man konnte dort unzählige Gaming-Formen ausprobieren und sich in die verrücktesten fiktiven Welten hineinversetzen. Spannend war, den Vergleich von den Anfängen des Gamings mit den heutigen Spielen so direkt dargestellt zu bekommen.
Abends kamen wir totmüde im Schmittie an, waren aber alle sehr glücklich und erfüllt von diesem intensiven Wochenende.

Wir danken Marcel und speziell Ahrabhi für die Organisation, die sich wahnsinnig spannende Programmpunkte ausgedacht und uns alle angeregt hat, sich etwas kritischer und gleichzeitig offener mit der sich vollziehenden Digitalisierung in der Gesellschaft zu befassen.